Sonntag, 21. Juni 2009

Reste

Bei Maurulam gibt es die guten Essen am Wochenanfang, bzw nach Ankunft daheim, und am Sonntag dann nochmal alles was bis dahin nicht gegessen wurde, damit nichts im Kühlschrank bleibt. Das Rezept: Den restlichen Mangold (1-2 Blätter) wie gehabt zubereiten, Stiel entfernen und in Scheibchen schneiden, die Blätter in grobe Streifen. Die Stiele mit Olivenöl in einer Pfanne garen, danach die eingeweichte Hirse mit dem restlichen Einweichwasser zugeben, mit Wasser bedecken und kochen. Da das Getreide bereits eingeweicht wurde, ist die Kochdauer sehr kurz, nur ein paar Minuten. Demzufolge können die Blätter mitgegart werden, sie sollen ebenfalls nur wenige Minuten blanchieren. Nach Belieben geraspelten Käse zugeben (fehlt in meinem Essen, ist aber sehr gut!), ausserdem Salz, Oregano und Zitronensaft. Ich habe festgestellt, dass man darauf achten soll, dass das Wasser wirklich vom Getreide aufgenommen wird beim Kochen, und erst dann den Käse zugeben. Das Gericht wird dadurch trocken, körnig.
So, das war's, alles aufgegessen. Gut, dass ich Mitleser hatte, denn ansonsten hätte ich wohl die ganze Woche über Eierravioli gegessen :-) Aber wenn Leute in die Küche spicken, strengt man sich an. Gesamtkosten für den Einkauf diese Woche: 56,-Franken, inklusive die Zutaten für das selbstgebackene Brot für das Frühstück. Naschwerk gab es: ein Tütchen Studentenfutter, einmal ein Magnum Mandel und eine Packung Tofifee, Täglich ein Stück Obst (Äpfel und 1Pampelmuse) und Joghurt.
Daß ich trinken soll und essen
Gedicht von Friedrich Rückert
Daß ich trinken soll und essen,
Essen, trinken, nach wie vor,
Und dabei vergessen,
Daß ich dich verlor!
Doch das Stühlchen, wo du saßest
Mir zur Linken, stehet leer,
Issest, wie du aßest,
Mir vom Mund nicht mehr.
Hingesetzt ist dir der Teller
Und darauf das Tüchlein rein;
Auch vom Sonntagskeller
Steht dein Gläschen Wein.
Immer blick’ ich, daß dein Händchen
Heben es und leeren soll,
Aber bis zum Rändchen
Steht es fest und voll.
Voll ja muß ich alles sehen,
Was mir leerer wäre gut,
Voll mein Herz voll Wehen,
Und im Auge Flut.

Friedrich Rückert

3 Kommentare:

Foersterliesel hat gesagt…

guten Montagmorgen,
ich weiche Hirse nie ein, nur Kichererbsen, aber ich plane Mahlzeiten auch nicht voraus, sondern koche spontan und bei beginnendem Hunger - Gewohnheiten einer Brote-Esserin eben. Mir imponiert das, wie sorgfältig Du mit den Dingen umgehst, wirklich.
Was sind Eierravioli? Fertige Ravioli?

Hab eine gute Woche!
lieben Gruß

Maurulam hat gesagt…

Liebe Liesel,
ich war genauso wie du, aber meine Zimmerkollegin weicht alles Getreide ein, und alle Hülsenfrüchte und ich mach es inzwischen genauso. Einweichen, bis sie kurz vor dem Keimen sind! So kochen sie in wenigen Minuten fix fertig, da brauchst du kein Onkel Ben mehr. Und haben Vitamine bis zum Bersten.

Ja, Eierravioli, isst du sowas nie? Ich wäre leider ein Allesesser, bei mir muss auch der Verstand mitkochen :-) Was soll's ich hab ja euch alle als Zuseher.

Foersterliesel hat gesagt…

liebe Maurulam,
das mit dem Einweichen ist echt ein Wissenszuwachs! Bei uns ist kühles Regenwetter und dazu paßt rote Linsen-Suppe und dank Deiner Tipps wird die ganz schnell fertig sein!
In Italien gibt es diese wunderbaren Pasta - Geschäfte mit den hausgemachten Ravioli, seufz.

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