Sonntag, 28. Juni 2009

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Wer wohnt heutzutage eigentlich noch wie die Spiesser, mit einem Tagesjob und einer Zweiraumwohnung? :-) Aber solange Süsses da ist...
Nachtrag 30.06.: Es gibt Aufgaben, die ruhig und aufregend gleichzeitig sind. So kann es gehen, wenn man für eine Kollegin einspringt, und gleichzeitig das iNet nicht geht. Plötzlich muss alle Inspiration von dir selbst kommen, tagelang, denn sonst ist da nichts, auch keine Nachschlagewerke, Bilder oder Bücher, die man nicht von vorneherein mithat. Zuerst merkt man nichts, aber dann beginnt man, in sich zusammenzusinken. Verbindet man sich mit anderen, nährt man sich aus genau diesem Teilen von Geistigen. Gut, wenn Bewegung da ist...

Freitag, 26. Juni 2009

Was nicht alles vorkommt

Was tut man heutzutage eigentlich so, wenn die SIM-Karte mal wieder klemmt, also internetmässig nichts mehr geht, kein lesen, schreiben, chatten etc möglich ist. Die Antwort: genau dasselbe. Der Tag schreitet fort mit arbeiten, pflegen, kochen, backen, einkaufen etc. wie immer. Der Blog wird eben offline vorbereitet, ebenso wichtige Briefe, und zwischendurch wird genauso gelesen wie sonst, allerdings mehr Bücher und überhaupt keine anderen Blogs und die zahlreichen Verweise und Zeitungsartikel, die man sich sonst vornimmt.Nur vom Freundeskreis ist man kurzfristig getrennt, aber die halten das schonmal aus, irgendwann ist man ja wieder da.

Mittwoch, 24. Juni 2009

Alles verändert sich

Ob Försterliesel weiss, was für ein Baum das ist? Er wurde für den Park gepflanzt, und jetzt ist die Anlage inzwischen renaturiert worden. So sagt man in schönen Worten, wenn man ein Stück Land brachliegen lässt. Das Ergebnis ist allerdings ein wunderbar-liebliches Fleckchen voller Spaziergänger, und ursprünglicher Pflanzenarten und Fischen im Bach am Fuße des Baums.

Wieder daheim, wird wieder Kuchen gebacken, schliesslich gab es den schon länger nicht mehr. Hier gibt es eine Form, mit der kann man aus Kuchen regelrechte Skulpturen machen; ich entscheide mich für einen Streuselkuchen. Auch die können kleine Kunstwerke sein, man muss sich halt Mühe geben und mit Liebe backen. Zuerst alle Zutaten vermengen

Hier ist der Mürbteig aufs Blech gestrichen, der Rosinenquark kommt noch dazu und als Krönung 200g Streusel, in dem Fall mal Vollkornmehl und Rohrzucker. Insgesamt sind da jetzt nur zwei Eier drin.

Na bitte, zwei Portionen für Brahma Kumaris und mich, ökologisch gemacht, und mit genau der Absicht, Freundlichkeit und Stimmung zu schenken. Ich lese eben gerne, und so, wie man sich durch die Weltliteratur lesen kann, kann man als esoterisch gebildeter Mensch auch diejenigen kennen, die heute aktiv sind, gerade wenn man in der Anthroposophie verwurzelt ist sollte man sich mal eine objektive Urteilsfähigkeit aneignen können.

Und für morgen: schön dekorierter gehaltvoller Kuchen mit Spitze! Vielleicht gibt es bei den Egoisten irgendwann auch etwas von Steiner dazu zu finden? Das fände ich großartig.

Und soviel ist übrig für später, dieses Blech wird eingefroren! Alles in allem OK Arbeit für eine Menge an Kuchen. Und jetzt muss ich dauernd an die Erbeeren von Barbara denken :-) sie haben mich schon letztes Jahr immer inspiriert zu einer obstreichen Snackküche.

Sonntag, 21. Juni 2009

Reste

Bei Maurulam gibt es die guten Essen am Wochenanfang, bzw nach Ankunft daheim, und am Sonntag dann nochmal alles was bis dahin nicht gegessen wurde, damit nichts im Kühlschrank bleibt. Das Rezept: Den restlichen Mangold (1-2 Blätter) wie gehabt zubereiten, Stiel entfernen und in Scheibchen schneiden, die Blätter in grobe Streifen. Die Stiele mit Olivenöl in einer Pfanne garen, danach die eingeweichte Hirse mit dem restlichen Einweichwasser zugeben, mit Wasser bedecken und kochen. Da das Getreide bereits eingeweicht wurde, ist die Kochdauer sehr kurz, nur ein paar Minuten. Demzufolge können die Blätter mitgegart werden, sie sollen ebenfalls nur wenige Minuten blanchieren. Nach Belieben geraspelten Käse zugeben (fehlt in meinem Essen, ist aber sehr gut!), ausserdem Salz, Oregano und Zitronensaft. Ich habe festgestellt, dass man darauf achten soll, dass das Wasser wirklich vom Getreide aufgenommen wird beim Kochen, und erst dann den Käse zugeben. Das Gericht wird dadurch trocken, körnig.
So, das war's, alles aufgegessen. Gut, dass ich Mitleser hatte, denn ansonsten hätte ich wohl die ganze Woche über Eierravioli gegessen :-) Aber wenn Leute in die Küche spicken, strengt man sich an. Gesamtkosten für den Einkauf diese Woche: 56,-Franken, inklusive die Zutaten für das selbstgebackene Brot für das Frühstück. Naschwerk gab es: ein Tütchen Studentenfutter, einmal ein Magnum Mandel und eine Packung Tofifee, Täglich ein Stück Obst (Äpfel und 1Pampelmuse) und Joghurt.
Daß ich trinken soll und essen
Gedicht von Friedrich Rückert
Daß ich trinken soll und essen,
Essen, trinken, nach wie vor,
Und dabei vergessen,
Daß ich dich verlor!
Doch das Stühlchen, wo du saßest
Mir zur Linken, stehet leer,
Issest, wie du aßest,
Mir vom Mund nicht mehr.
Hingesetzt ist dir der Teller
Und darauf das Tüchlein rein;
Auch vom Sonntagskeller
Steht dein Gläschen Wein.
Immer blick’ ich, daß dein Händchen
Heben es und leeren soll,
Aber bis zum Rändchen
Steht es fest und voll.
Voll ja muß ich alles sehen,
Was mir leerer wäre gut,
Voll mein Herz voll Wehen,
Und im Auge Flut.

Friedrich Rückert

Samstag, 20. Juni 2009

Bilder

Die Klause des Einsiedlers
Grotte zur Eremitage

Normales

Nach den Körndeln gibt es heute mal was Normales: Nudeln mit Zwiebeln und, weil Sommer ist, Grapetomätchen. Wird genauso gemacht, wie es aussieht, muss ich das Rezept dazuschreiben :-)

Ich nehme Sojahörnchen, weil die am leckersten sind. Ich muss oft für Leute kochen, die Gesundkost nicht gewöhnt sind, und diese Förmchen erinnern an normale Nudeln. Gibt es eine höhere Bedeutung für Soja? Das Fleisch, das auf dem Felde wächst... Hier die Wirklichkeit http://tinyurl.com/lryg8h

Hier weiche ich das Getreide für morgen ein: zweidrittel der Tasse befüllen mit z.B. Hirse, mit Wasser auffüllen.

Freitag, 19. Juni 2009

Dasselbe in Gut

Es bleiben doch immer ein paar Reste übrig, und wenn es nur ein halber Apfel ist. An einer Stelle habe ich mein Süsskartoffelgericht schonmal angekündigt denke ich. So wird es gemacht (z.B.): Am Vorabend eine Tasse Buchweizen mit Wasser bedeckt einweichen lassen. Zur Vorbereitung pro Person eine Süsskartoffel nehmen, in zwei Hälften schneiden, gründlich mit Olivenöl bepinseln. Auf ein Backlech geben und bei 200°C ausbacken. Bei meinem Backofen nehme ich neuerdings 160-180°C und lasse sie dafür etwas länger drin. Süsskartoffeln müssen weder gesalzen noch geschält werden, die Schale kann mitgegessen werden oder man löffelt das Fruchtfleisch zum Essen heraus. Ich esse sie immer mit, sie schmeckt knackig-krustig und ist der leckerste Bestandteil der Mahlzeit (Wie die Haut beim Hähnchen). Für die Buchweizenpfanne ein bis zwei Blätter Mangold entstielen, vom Stiel den Strunk entfernen, und sie (wie z.B. Sellerie) in Scheibchen schneiden. Die Blätter jedoch davon getrennt in grobe Streifen schneiden. In einer großen Pfanne die Scheibchen in Olivenöl gründlich dünsten, denn Mangold ist ein sehr ballaststoffreiches Gemüse. Dann den Buchweizen mit dem restlichen Einweichwasser zugeben, soviel Wasser aufgiessen, dass es etwa daumennagelbreit über dem Essen ist. Wenn das Wasser kocht, die Mangoldblätter zugeben, die auf ein Minimum zusammensinken werden. Ich gebe noch einen halben Apfel dazu. Buchweizen sieht mit Mangoldstreifen sehr elegant aus, man kann nun in jede Richtung würzen, die einem beliebt. Ich hebe den Eigengeschmack mit etwas Salz und zwei Teelöffel Tamari (würzige Sojasoße). Man könnte auch noch gehackte Mandeln in einem Pfännchen rösten und zugeben, die hatte ich gerade nicht da. Oregano passt immer!
Ich habe extra an ein paar Kleckerchen für Janet gedacht! Einmal macht fleischlos doch auch glücklich, diese Mahlzeit schaut doch genauso aus wie die letzte. Nur ist die Leber http://tinyurl.com/lqckp2 braun, und die orangene Süsskartoffel ruft geradezu nach bunten Farben grünem Blattgemüse, allem was kontrastiert. Wo sind die Köchinnen mit Kindern? So ein Teller soll nach Spaß aussehen, die Kleinen kochen am besten gleich mit! Süsskartoffeln sind übrigens gut als Vorbeugung gegen Diabetes - allerdings nur, wenn man sonst nichts isst ;-)!
Ein Dessert gibt es bei mir jeden Tag, und sei es Mokkajoghurt!
Lesenswert: Heiden aus der Alpenküche Österreichs http://tinyurl.com/m9ljbo

Donnerstag, 18. Juni 2009

Raum für Andersdenkende - kein Platz für Faschismus

Wenn ich einmal meine privat-persönliche Meinung loswerden soll, dann hierfür. Man kann auch Sympatisantin sein für eine gute Sache, Geld ausgeben etc. oder eben Werbung machen, aber für unsere Demokratie ist wichtig, dass Andersdenkende sich angstfrei bewegen können. Die NPD ist eine antidemokratische Partei. Deshalb: keine Einschüchterungen, und verdeutlicht es den Menschen die es sich auf die Fahne geschrieben haben.
Ich schreibe ja eher Rezepte für den Zettelkasten, oder zeige Bibelsprüche, aber manchmal muss man eben auch Stellung nehmen. Meine Lieben, gebt gerne eure Ansichten pro oder auch contra das NPD Verbot ab.

Mittwoch, 17. Juni 2009

Selbstgeschnetzelt

Extra für das Vorführen die gute Tischwäsche rausgeholt und den schönen Teller. Ich habe mir gedacht, es interessiert mal wieder, was Maurulam so zu Mittag macht. Heute gibt es Fleisch, nach Muttern Rezept und der Empfehlung vom biologisch-dynamischen Hof, Innereien ca. 1 Mal pro Monat zu verzehren und dabei auf Qualität zu achten, z.B. von den hiesigen Kühen oder Kälbern. Also, erstmal einkaufen, drin sind Kartoffeln, 1 Zwiebel, ein halber Apfel und 150g Kalbsgeschnetzeltes, welches als ganzes Stück verkauft wird und ich mir vor meinen Augen schnetzeln lasse. Es werden womöglich Reste ürigbleiben, die innerhalb kurzer Zeit zu verbrauchen sind. Man fängt mit den Kartoffeln an: Einfach schälen, waschen und an der flachen Seite halbieren, dann gründlich mit Olivenöl bepinseln. Salzen muss man sie dann gar nicht mehr. Mit der Seite nach unten auf ein Backblech legen und bei 200°C backen, bis sie aussen knusprig und innen gar sind. Schmeckt besser als alle Pommes! Während der Ofen bäckt, Die Zwiebel schälen, hacken und in der Bratpfanne glasig dünsten, den Apfel evtl schälen (spar ich mir meist) würfeln und dazugeben. Die Schnetzel evtl waschen und am Küchenkrepp trockentupfen, dazugeben. Aus Hygienegründen Einwickelpapier sofort weggeben und Hände und Tisch waschen. Alle Innereien und Schnetzel müssen sehr gut durchgegart werden, mehrere Minuten mindestens. In diesem Fall können sie es mit dem Gemüse tun, dann saugen sie den Saft auf. Ausserdem kann man so das Gemüse zwischen dem Fleisch verstecken, das sieht nach viel mehr aus. In mageren Zeiten ein guter Trick, um auch mit wenig Mitteln viel auf dem Teller zu haben! Ausschliesslich für braune Soßen verwende ich Fertigsoße (von Seitenbacher), sonst mache ich Soßen immer selbst, aber die kann ich nicht und so sind sie wenigstens mit meinem Eigenen gemischt. Pulver über die Pfanne geben, Wasser aufschütten und etwas einkochen lassen. Hier passt noch sehr gut Salz, Majoran und Zitronensaft dazu. Fertig:
Sieht doch gut aus und ist das dieswöchige Große Menü :-) Anthroposophische Kochbücher haben für jedes Lebensmittel eine bestimmte Bedeutung. Ich habe gerade keines vorliegen und sehe nur selbst, dass Inneres gut mit den fruchtigen Äpfel und Zwiebelgemüse passt. An den Bestandteilen verändere ich wenig, lasse sie so aussehen wie sie sind, ich gebe auch nur wenig Gewürz dazu, nur um den Eigengeschmack hervorzuheben. Deshalb sind die Kartoffel so gut, ich meine, die gibt es selten bei mir, und dann sollen sie auch nach Kartoffel schmecken. Erdbeeren mag ich, weil sie die Kerne aussen tragen ;-) Auch sie esse ich pur als Dessert
Laut dem Archiv des Mittelalter Lexikon http://tinyurl.com/kjl5mj ist die

Leber (mhd. leber[e], ahd. lebera, wahrscheinlich zu leben, i.S.v. Sitz des Lebens; lat. iecur, grch. hepar). Das Organ galt im MA. als Sitz der Seele und der Lebenskraft, des Zorns, der Begierde, der Liebe und anderer Affekte. Nach der ®Säftelehre war die Leber Ort der zweiten Verdauung, Produktionsstätte von Blut sowie von gelber und schwarzer Galle, die in der Gallenblase bzw. in der Milz gespeichert wurden. Hildegard hält die Leber für ein Organ zur Aufnahme und Verteilung der Säfte: „Sed iecur est in homine quasi vasculum, in qod cor et pulmo atque stomachus succos suos effundunt, quos illud iterum in omnia membra refundit ...“ In der ma. Volksmedizin wurde Präparaten aus Tierlebern entsprechend hohe Wirksamkeit zugeschrieben: allgemein galt Leber als Mittel zu Dämonenaustreibung; Fischleber half gegen Augenleiden, Hundeleber bei Bisswunden, Eselsleber bei Epilepsie usf.

Dienstag, 16. Juni 2009

Zwischendurch

Ich bin ja am Wochenanfang meist unterwegs, oder beschäftigt alles für die Woche auszurichten. Trotzdem kommt man z.B. im Zug zum Lesen, was dann während der sehr meditativen Arbeit des Putzens noch nachschwingt. Nun wurden ja während der vergangenen Tage bzw Woche diverse Kriegsbeile begraben, es geht um erhabene Wahrheiten, insofern sie mit 140 Zeichen durch den Twitter gepustet werden können. Aufgrund der Lächerlichkeit (sie ist ja nicht mehr feindlich, sie ist freundlich, lustig heutzutage) mancher privater Äusserungen nimmt jedoch Wunder, ob es bisweilen nicht an der notwendigen Andacht dabei fehlt...

Freitag, 12. Juni 2009

Mehr Konfitüre

Heute wird wieder frische Konfitüre gemacht! Verwendet werden nur Früchte aus Bioanbau vom Laden, der gute Lebensmittel verkauft, viel Reformware Obst & Gemüse. Da sind wir beschäftigt.
Aber auch das Vergnügen hat man sich verdient. Es gehört dazu. Das Kaffeekränzchen liebe ich ja, es ist eine Mahlzeit, die im besten Sinne zweckfrei ist, man braucht sie ja nicht für die Ernährung, sie nährt vielmehr durch die angenehme Gesellschaft, dadurch, dass man Gastgeber sein kann, dass man der Welt etwas geben kann usw.
Was vielen nicht bewusst ist: wir sind hier Präsenz, d.h. gehen nur einmal am Tag nach draussen, treffen nur den inneren Kreis an Leuten, nur die die dazugehören. Darin besteht der Dienst, es gibt nicht viel äussere "Action". Das Gesichtsfeld beschränkt sich auf Wohnung und Marktplatz. Das kann nicht jeder langfristig, es gibt Kolleginnen, denen diese Art von Dienst zu schwer ist. Aber für uns hier passt es. Und jeder Blick aus dem Fenster ist schon ein Blick über eine gewisse Grenze hinweg, was für viele ein kleiner Schritt ist, ist für uns ein riesengroßer. Machen wir aber ab und zu gerne:
Meine Rechnung ergibt noch immer 1+1=2, aber die GLS Bank arbeitet für den großen Kreis - mit "gutem" Geld! Eigentlich geht es vor allem darum, die Perspektive einmal zu verändern, loszukommen von sich selbst und darauf zu kommen, was dasjenige was alle tun, Dienstleistungen die alle nutzen, bewirken für die Welt. So wachsen wir aus unserer kleinen Wohnung hinaus in die Welt.
http://tinyurl.com/mryc9r (Tagesspiegel-Artikel)
http://twitter.com/glsbank (Der GLS Twitter)
http://www.gls.de/ (Homepage)
Die ethisch-ökologischen Banken sind gelebte Demokratie. Dadurch, dass sie kulturell kreative Projekte möglich machen, tragen sie zur vielfältigen Gesellschaft für Deutschland bei. Die Schweiz hat eine solche Bank übrigens auch:
http://www.gemeinschaftsbank.ch/ (FG Basel)
So, und jetzt lasse ich mir unsere Kekse schmecken!

Dienstag, 9. Juni 2009

"Die Ecke"

Dies Um-Die-Ecke-Denken ist mir eine Nummer zu anstrengend für einen Stresstag mit Hausarbeit. Hier werden gerade die Fenster geputzt, das muss genug sein an meditativer Arbeit, im Licht in die Gedanken zu bringen.
Arcandor meldet Insolvenz an, hier dagegen ist KONJUNKTUR. Und zwar darin, den Haushalt aufzuwirtschaften, sehr erfolgreich und zeitintensiv. Dafür sollte man eigentlich Wäschekörbe voll privater und allöffentlicher Fanpost bekommen, aber in unserer Demokratie sind solche Dinge eben NUR FREIWILLIG.

Dann stupse ich halt meine Freunde im Facebook an, zieh nach Slowenien um (aber nur an die österreichische Grenze) oder werde Fundamentalanthroposoph. Alles Trost, und nur im Urlaub möglich. Aber so ist eben die Emanzipation der Frau fortgeschritten, da geht sie hin. Um die Ecke.

Sonntag, 7. Juni 2009

Joseph Beuys - Sonne Statt Reagan (1982)

Für den morgigen Umzug wünsch ich uns allen das! Viel Vergnügen und schöne Ferien allerseits!

Samstag, 6. Juni 2009

Licht

Ich bin eigentlich sehr gerne Anthroposophin, in dem Sinne, dass ein bewusster Lebensstil dazugehört, ein wenig grünes Flair und so. Eigentlich will ich auch nur frei sein, anstatt zu irgendetwas gekriegt zu werden was ich sonst gar nicht wollen würde. Das ist alles. Liebe Leser, ist euch schonmal aufgefallen dass man im Leben meistens zu irgendetwas gekriegt werden soll? Man soll funktionieren. So würde ich das Problem um das es geht, einmal bewusst in Worte fassen. Verstehen Sie, was ich meine? Würde Krishnamurti fragen. Ich sage: man soll meistens zu irgendwas gekriegt werden.
Zuerst muss man sich dem Lauf der Natur unterwerfen, man muss essen trinken schlafen, sich kleiden und so weiter. Sonst wird man krank. Dann muss man sich ins menschliche Schulsystem einfügen. Man wird älter und muss einen Freund oder eine Freundin haben. Was von beidem ist völlig wurst, Hauptsache man kann jemanden vorweisen. Dann muss man die Erwartungen der Eltern erfüllen, denn das ist die leichtere Variante, damit man über einen Job für sich selbst sorgen kann. Und so geht es weiter, immer weiter.
Man lässt sich kriegen oder auch nicht. Das ist die einzige Entscheidung die möglich ist.
Die Rosen in unserem Garten sind echt. Genauso auch ein Licht das wir anzünden, es ist echt. Oder auch die Narzissen im Keukenhof, wir erinnern uns sehr gut: http://tinyurl.com/od42kt. Blumen sind lebendige Wesen, sie schlürfen das Wasser, sie atmen durch ihre Blätter, sie öffnen sich morgens und schliessen abends die Köpfchen um schlafen zu gehen. Sie werden aber durch nichts dazu gekriegt es zu tun oder zu lassen. Sie tun es einfach. Versteht ihr was ich meine?
Sie brauchen keine Gebrauchsanleitung zum Glück, und auch keine Religion dazu. Auch der Hund von JN brauchte sie nicht, er war einfach so wie er war. Mal sehen ob er nicht nur in unserer Erinnerung lebt. Aber das soll JN machen.
Das ist eine Menge Arbeit jetzt für das Wochenende und noch länger, nun kommen als nächstes die Perikopen dran, viel Vergnügen.

Dienstag, 2. Juni 2009

Wieder aufgetaucht

Kaum ist man mal eine Woche weg, schon fangen hier die schönsten Blumen an zu blühen. Rosen über Rosen, nicht zu bändigen. Ob ich durch diesen Weg nochmal durchkomme? Es ist viel zu tun.
Ja kann das sein? Die Wilden unter den Erdbeeren. Bei uns wachsen sie direkt auf dem Weg, und das ist wörtlich zu nehmen.
Auch die Wiese wurde gemäht inzwischen. Hier setze ich mich jetzt jedesmal mit meinen Büchern raus, wenn die SIM Karte klemmt, oder die Übertragungssoftware vom Händler neu eingestellt werden muss.
Endlich drinnen! Wie habe ich mich auf den Blick durchs Fenster gefreut, endlich wieder am Schreibtisch, und belohnt wird man auch noch durch den Anblick von so vielen Blumen. Ich hol mir gleich ein Schälchen voll rein!
Feierabend! Endlich aus den Schuhen schlüpfen und hinsetzen.

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