Mittwoch, 29. Juli 2009

Fritz Lang: Metropolis

Ein Klassiker, den man auf jeder Ebene ansehen kann, zur Unterhaltung, aus künstlerischem Interesse, zum tiefgründigen Auseinandersetzung mit der heutigen Weltwirtschaft. Voriges Jahr sind lang verlorengeglaubte Ausschnitte aus einer Privatsammlung aufgetaucht, die Nebenszenerien eine ganz neue Bedeutung geben werden...

Dienstag, 28. Juli 2009

Drängende Fragen

Wie ich zuerst begann, mich mit den geistigen Welten zu beschäftigen, war da die heimliche, und aber umso drängendere Frage nach dem Bösen. Einige der ersten anthroposophischen Bücher die ich las, beschäftigten sich mit dem Bösen, seinen Erscheinungsformen usw. Es war mir auch bewusst, dass es sich um ein leidbehaftetes und daher sensibles Thema handelt, was es nun nicht gerade einfacher machte, sich daran zu machen. Ich dachte mir, du suchst dir jetzt ein paar Vorbilder und was die so dazu sagen, und kam darauf, dass es ja die großen, starken Menschen der Geschichte sein könnten, die davon wissen konnten, und die Göttergeschichten usw, die Gnostiker, die Heiligen des Mittelalters, die Freidenker der Neuzeit. Die heile Welt war gerettet.
Nun stellte ich aber fest, dass ich noch immer nicht wusste, wie ICH SELBST mich nun dem Bösen gegenüber verhalten soll. Auch war mir klar, dass ich nur ein Bürger und Steuerzahler bin, ein ganz normaler, langweiliger Mensch, der sich seine Brötchen durch geregelte Arbeit verdient. Die Wahrheit war, dass ich mich so richtig hilflos fühlte, weil die heutige Zeit noch weniger als andere vorher Anhaltspunkte liefert, welches überhaupt richtige oder falsche Verhaltensweisen sind. Und sogar mein Kampf gegen das Böse, sogar hier merkte ich, dass ich richtig unschlüssig war, wie der nun wirklich gehen soll. Und so blieb es auch für eine ganze Weile.
Ich merkte, dass ich im Grunde so richtig verschreckt war, nun unbedingt "so" zu sein, dass man sagen kann, dass man es richtig macht. Das wollte ich ganz unbedingt, was mich unter Druck setzte, denn gar nicht verhalten aus Mangel an Idee, was nun das richtige ist, war nicht möglich. Irgendwie verhält man sich immer. Man kann sich ins Schneckenhaus zurückziehen, und nur die eigene kleine Welt sehen, oder die Weltneuigkeiten lesen, empört sein, handeln. Von ganz alleine regulierte sich eine gewisse Bewegung, ein Mittelmass an Beteiligung an der Gesellschaft und Kontemplation, aber es war auch klar, dass das nicht der ganze Trick sein konnte. Kam mir vor wie wenn ich noch immer schlafen würde.

Montag, 27. Juli 2009

Buchtipp

Ich habe eingesehen, dass ich mich manchen Themen nicht nur von der gefühlsbetonten, sondern auch von der etwas intellektuellen Seite angehen muss. Seit einigen Monaten versuche ich nunmehr, das interessante und lehrreiche Buch von Christoph Kühn (Chris) zu lesen. Die sachliche Erschliessung der jüdischen Delinquenten gibt Einblick in das allgemeine Leben von Juden zur damaligen Zeit, ist spannend geschrieben, der Leser kann sich darüber hinausgehend selbst Gedanken machen über das Problem des jüdischen Delinquenten, und damit bietet es Gelegenheit und Anknüpfungspunkte zur heutigen Zeit.
Jedesmal, wenn ich damit anfange, kommt allerdings jemand und will, dass ich irgendetwas anderes zuerst lese. Dies oder jenes Steinerbuch ist unerläßlich, um sich selbst zu erkennen, und nachts um 2.00 Uhr bekommt man mal eben den Lesebefehl eines neuen Blogs zum Thema Antifaschismus, und nur durch intensivste Lektüre desselben ist man eingeweiht. christoph kühn (chris) muss warten. Und dass, obwohl er wohl sehnsüchtigst darauf wartet, dass man sich mit ihm befasst...

Sonntag, 26. Juli 2009

Hildegard von Bingen - From: "Ordo virtutum"

Meine eigenen CDs vermisse ich schon sehr, kann sie so gut wie nie anhören. Im Dienst wird familienfreundliche Musik ausgewählt, in unserem Fall selten Religiöses, und zu Hause gibt es weder HiFi Anlage noch überhaupt Anschlüsse. Es werden auch keine CD gehört. Deshalb macht es z.Zt. wenig Sinn, mir welche schenken zu wollen geschweige denn verkaufen, denn um mich ist Stille. Auch YouTube Videos von Nachbarblogs höre ich fast nie an, weil es nicht möglich ist. Das macht mich traurig, aber so ist es.
Dies hier ist aus meiner persönlichen Sammlung, Hildegard von Bingen, Ordo Virtutum (Orden der Tugenden). Empfehlenswert ist auch die Einspielung der Gruppe Sequentia, die einige mittelalterliche Musik vertont. Zur damaligen Zeit, als die Menschen keine Musik um sich hatten als nur die, die sie entweder selbst machten, oder vorgespielt bekamen, und die ausserdem von Religion bestimmt war, bedeutete religiöse Musik etwas vollkommen anderes als für den heutigen Menschen. Ebenso "Belehrung". Man erlebt hier ein Musikspiel, während dessen Verlauf Nonnen, Verführer, versuchte Seelen, sowie allegorische Figuren eine Handlung vorbringen, vorwiegend innere Handlung, die in einem Drama sehr schwer aufzuführen wäre, obgleich es eines ist. Die einzelnen Szenen spiegeln Seelenzustände wieder.
Keine leichte Kost, dafür aber einzigartig für jeden wahren Liebhaber von Schönheit. Für den heutigen Zuhörer ausserdem am besten mit den Songtexten geniessbar

Donnerstag, 23. Juli 2009

Freunde im Garten

Den Postillion gibt es auch als Schmetterling. Hübsch, nicht wahr? Im Garten gibt es allerdings nicht nur die Schönheiten, sondern auch jede Menge Raupen, die sind noch klein, brauchen viel Futter, und liegen den ganzen Tag rum. (Die Tiere hab ich wirklich gesehen, aber keine Fotos machen können. Daher welche aus dem Netz rausgesucht - sorry)


Braunkehlchen habe ich hier auch schon gesehen, sie schauen zum Fenster rein, und zwar balzen sie ganz unschüchtern. Allerdings brauchen wir nicht zu glauben, dass sie die Freunde des Postillion sind... Jeder kann sich vorstellen, wie das Verhältnis geht.


Hier ich. Ein Bild von auf der Terasse, ein altes. Nun hat mich jeder mal gesehen, auch die Nicht-Last.fm-ler, die Nicht-facebookler- die Nicht-YouTubler und Nicht-Twitterer.
Allerdings: was bleibt, wenn man von einem Menschen Herkunft, Nation, Religion, Hautfarbe, alle Gewohnheiten, Sorgen und Nöte, aber auch Freuden wegnimmt? Was bleibt da übrig?


Sonntag, 19. Juli 2009

Balkon

Sozusagen unser Balkon, die Ausführung deluxe, wer hat als Mieter denn heutzutage schon einen Garten.
Huhu! Na du überraschst mich vielleicht angenehm! Ich dachte, ich sonn mich ein bisschen und verbringe einige gemütliche Stunden, und da kommst du daher. Ich bin ganz Ohr, was du sagen wirst und mau ein bisschen.
Ich geh ein bisschen mit, bzw. du wirst mich nicht mehr los. Ich hab zwar einen eigenen Garten, aber die Luxusausführung hier, und die angenehme Gesellschaft wie gesagt...
So. Jetzt könnten wir gemeinsam reingehen. Du musst nur noch die Tür aufmachen. Den Schlüssel hab ich gesehen, der klimpert nämlich.
Na gut. Ein wenig Schmusen, und Anhänglichkeit, kann auch nicht schaden. Schliesslich kennt man sich ja inzwischen.

Vivaldi - Concerto for guitar in Re magg. I

Mittlerweile teilt sich mein Musikgeschmack in solche Musik, die man im Job hören kann, und solche, die man daheim hört. Aber auch nur mit Kopfhörer, oder wenn man allein zuhause ist, über das Internet. Habe meine Lieblingsmusik auf den PC gespult, und da höre ich sie manchmal. Leider befindet sich noch immer vieles abgepackt in Möbelkisten. Klassik ist immer gut, ich höre sie überall gerne.
Gitarrenmusik galt schon immer als zarte Begleitmusik für den gepflegten Nachmittag. Hier die beliebten Gitarrenkonzerte von Antonio Vivaldi. Starring spanish guitar, violins and mandolines, so die englischsprachige Beilage meiner CD.

Erkenntnis

Das in letzter Zeit vielbeworbene Buch von Volker Harlan habe ich aus Neugierde gelesen. Tiefergehend können es sicher andere besser beschreiben, aber mir hat es gezeigt, dass man, von einem Ausgangspunkt (hier: Kirche) in praktisch alle Bereiche des menschlichen Lebens hineinkommt, ja dass sogar so geübt werden sollte, erwünscht ist. Keineswegs eine marginale Erkenntnis!
Die sieben Substanzen der Sakramente beschreibt das Vorkommen dieser Substanzen in der Natur u.a. mittels der Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung und deren religiöse Verwendung. Anklänge an die Bibel, an Alchemie und Wissenschaft, und die Philosophie sind vorhanden.

Viel Trinken!

Vor einiger Zeit habe ich mir einmal schickes Trinkgeschirr zugelegt, dazu gehört eine Flasche á 1 Liter, bzw 32 oz mit Messbeschriftung. Ich fülle sie immer ganz voll, am liebsten mit Grüntee jeden Tag, selten auch mit Saftschorle. Für das kultivierte Kaffeetrinken ein Thermosbehälter mit Filter so kann man 1a Kaffee täglich selbst zubereiten. Koffeinfreie Sorten gibt es, z.B. Frucht- und Getreidekaffees http://tinyurl.com/nmbhrl oder http://tinyurl.com/mdet47 Also: einmal morgens und einmal nachmittags beide Behälter auffüllen und nach Belieben trinken!

Sehr gerne setze ich mich dann einmal in der Stadtmitte ins Strassencafé und geniesse eine der vielen Kaffeespezialitäten, die es inzwischen gibt.

Für eine gute Freundin

Kaffee trinken,

und einfach mal den Rest der Welt vergessen.

Gedanken austauschen, teilen

Es lieben, mit Dir so da zu sitzen,

nur so zu reden,

nur so zu Leben!

von Erich Schubert

Dienstag, 14. Juli 2009

Keine Arbeit

Hör mal, es nervt, dich zu sehen wie du arbeitest. Geh doch bitte woanders hin.

Samstag, 11. Juli 2009

Nicht nur zum Sonntagsfrühstück

In einem versteckten Winkel meines Telefonfotoapparates habe ich noch dies Röschen gefunden, frisch erblüht bei meiner Abfahrt. Ob da mehr als 100 Stück Speicherplatz drin sind?!? Der Baumgeist lässt sich eh nicht als schnödes Bildchen festnageln, der schickt seine Rosen damit wir Freude haben. Und da ist er sehr gut, und wirkt nach, wie man sieht.
Nun wird wieder geschafft, uns zwar aus den Segnungen anderer Quellen gibt's Stoff für gute Konfitüre. Hier weisse Stachelbeere und Blaubeere. Gründlich im Becken waschen.
Erhitzen und pürieren mit dem Zauberstab
Gutes Geliermittel gibt es im Reformhaus für wenig Geld. Die Fruchtsuppe muss sprudelnd kochen, ca. vier Minuten. Auch mit dem Reformhaus. Kalt ansetzen geht sicher irgendwie, aber ich arbeite bislang mit Wärme - der Duft ist unvergleichlich, riecht nach Kindheit und Geborgenheit und Zuhause.
Die gespülten Gläser werden sofort gefüllt, fest, aber nicht zu fest geschraubt und auf den Kopf gestellt. Das Kochgut ist dann steril. Nach 10 Minuten müssen die Gläser wieder richtig gedreht werden, damit sie beim Erstarren in der entprechenden Form sind. Hier dauerte der Vorgang einige Stunden, bis das Kochgut vollständig heruntergekühlt war. Manchmal dauert es aber nur eine halbe Stunde. Mit Schildchen beschriften ist sehr wichtig!
So. 11 Gläser plus ein Glas Erdbeersauce; als drei verschiedene Sorten. Wenn wir jedes Monat ein Töpfchen verbrauchen, hält diese Menge ein knappes Jahr. Und man hat unverbindliche kleine Geschenke für diverse Nachbarn, oder die Friseuse, oder...
Ich hab die so aufgereiht, dass sie von RECHTS abzunehmen sind, dann bekommt man immer eine neue Sorte.
Karl Foerster (1874-1970):

Sommer

Geschützt vor Mittagshitze, saß ich im Obstbaumschatten am Gemüsegartenrand und schlief. Mir war, als träumte ich die schöne Sommerwelt, als träumte mich die schöne Sommerwelt Ich wachte halb und dacht still: Wo liegt denn diese Erdenküste? Wenn's doch unendlich ist, worin sie liegt, und wenn der blaue Raum mit immer neuen Weltenküsten ohne Ende in ewige Tiefen reicht, - dann gibt's ja kaum ein solches "Wo". Es ist fast gleich, in welchen Sternenzonen hier mit dem Obstgärtlein herumgeschwungen wird. Seltsam, wie das Leben rauscht und auch am alten Orte immer wieder völlig neu ist.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Die Erde hat keinen Sinn - sie ist einfach da

Früher habe ich die Werke der Fantasy- und Mysteryliteratur verschlungen! Es sind die Bunten Bilder, und die Ahnung, dass hinter all dem ein Wahrheitsgehalt stecken könnte, und natürlich auch die unbegrenzten Möglichkeiten der Phantasie. Mit derselben Inbrunst wie beim Bücherlesen konnte man zum Gottesdienst gehen oder sich für den Umweltschutz oder die Menschenrechte, sagen wir, interessieren. Nun haben wir inzwischen die Neuzeit, und im Alter von 35 Lenzen kommt das Bedürfnis hinzu, den diversen Eckchen einen gemeinsamen Überbau zu geben. Es müssen nicht in den unterschiedlichen Bereichen dieselben Regeln gelten, dafür aber soll jeder Bereich in den anderen eingebracht werden dürfen. Das würde ich als Öffentlichkeit des Handelns bezeichnen (hat mit der Verwendung von Nicks beim Surfen nichts zu tun).
Braucht man nun eine Religion für die Sinnsuche? Kann sein, Sinnsuche gehört ins Ressentiment. Vielleicht könnte man sagen, der Sinn gehört der Religion, das Leben an sich gibt es nur eben.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Etablierte Kränzchen

Die Kaffeekränzchen hier haben sich vollständig etabliert, man freut sich drauf. Es handelt sich eben um eine Mahlzeit, die nicht notwendig ist, und wo gibt es so etwas heute schon in zivilisierter Form? Vielbeschäftigte haben keine Zeit zum Backen, wenn sie Kochen, dann vielleicht mit Gemüse etc. Hier gibt es auch sehr gesundheitsbewusste Menschen, die niemals Süssigkeiten zu sich nehmen. Der Altdeutsche Napfkuchen hier ist zeitlos, und schmeckt jedem. Schon von der Form her ein Kuchen, wie man ihn sich vorstellt, oder?
Hier kann man ein bisschen Pause machen, "seine Gedanken lüften", von Religionen, Philosophien, Arbeit, sogar von Privatheit ein wenig ausruhen, es sind ja meist mehrere Menschen da. Und all das umgibt uns ja ohnehin ständig, auch wenn wir es nicht mit unseren Gedanken bestimmen. Wir können nur ein wenig an den großen Gedanken "werkeln" oder es auch sein lassen. Selbsterkenntnis und dann ein wenig Frieden für alle.

Sonntag, 5. Juli 2009

Arte Philosophie

Heute wollte ich mal was für mein Immunsystem tun, indem ich es abhärte. Zu dem Zweck habe ich die Zigaretten, die seit eineinhalb Jahren in meiner Schublade rumliegen, herausgeholt und 1 Zigarette geraucht. Hier ist der Sitzplatz im Park, wo immer alle Mitarbeiter, die im Haus nicht rauchen dürfen, sich ein friedliches Päuschen gönnen.
Nachdem ich zwei, dreimal niesen musste, hat es geschmeckt. Wieder am Schreibtisch, finde ich folgenden Twitter vor: http://twitter.com/ARTEtv_de, "ARTE7: Philosophie http://tinyurl.com/mbswwy".
Jeden Sonntag lädt ARTE zum Philosophieren ein. Der junge Philosoph und Moderator Raphaël Enthoven zieht eine Linie von der Vergangenheit zur Gegenwart
und verbindet die vermeintlich trockene Literatur der großen Philosophen mit brandaktuellem Zeitgeschehen. Jede Woche zu einem neuen Thema. Heute: die Liebe


Philosophie ist doch hochinteressant! Sie muss eben nur den Überbau für unser tatsächliches, gelebtes Leben bieten, also mit unserem wirklichen Leben zu tun haben. Die Aufgabe ist, sie so zu gestalten, dass auch sehr junge Menschen sie verstehen können, z.B. als Brückenbauer für Kunst und Religion. Es kann ja nicht immer nur der Fernseher sein, man möchte ja auch einmal selbst aktiv werden, oder die Werke von anderen geniessen können.

Stephan Remmler und Nina - Feuerwerk (1984)

Ja, das waren die 80er. Damals, als Sony noch cool und unser liebster Begleiter war! Die Idee der Frauenquote wurde ins Parlament eingeführt, und Gorbatschoff öffnete die Welt für Höheres. Inzwischen sind 30 Jahre verflossen, aber aus Nostalgie erinnert man gerne daran.
Geheimnisvoll bleibt der Song trotzdem: hatten die beiden nun etwas miteinander, und warum haben sie sich von der Gruppe abgekapselt, oder haben sie gar nicht????
Wie auch immer: klasse Sound, fetzige Songtexte. Zeitlos.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Cern / LHC (Large Hadron Collider) T1 Switzerland / France

Herbst 2008 sollte der Einsatz des LHC am Cern bei Genf eigentlich beginnen. Unter großer medialer Aufmerksamkeit, auch innerhalb der Bloggerszene, wurde das Experiment gestartet.
Grundlagenforschung gilt als friedliche Anwendung der menschlichen Verstandeskraft - und einige Forscher sind bekannt und beliebt wie Popstars. Man denke nur an Steven Hawking, der auch seinen Kommentar zum LHC abgegeben hat.
Das neu zu erwerbende Wissen soll uns helfen, unser Müllproblem zu lösen, die Energieversorgung des 21. Jahrhunderts zu sichern, umweltfreundliche Technik zu schaffen, auch als Antwort auf z.B. vom neuen Amerika unter Präsident Barack Obama initiierte Entwicklungen, uvm. Auch neue, allgemeine Erkenntnisse zur Entstehung des Universums und zur Stellung unseres Sonnensystems und damit indirekt auch des Menschen im Kosmos gehören dazu.
Klingt alles sehr gut?
Bemühungen von Cern-Gegnern, das Projekt gerichtlich zu stoppen, sind fehlgeschlagen. Es wurde als ungefährlich eingestuft, und damit die Befürchtungen beiseite gestellt, es könnten Mini-Schwarze-Löcher entstehen, die sich zu supermassiven SL entwickeln und die Erde verschlingen könnten.
Alles nur heisse Luft, die ganze Aufregung? Bald werden wir es erfahren, denn das Projekt soll Herbst 2009 neu gestartet werden. Beim ersten Versuch letztes Jahr gab es eine Störung, und der LHC musste in einem wochenlangen Prozess heruntergefahren und gekühlt werden; dieses Jahr konnte er auch nicht ohne weiteres einfach wieder hochgefahren werden. Nun ist es aber soweit, und wir dürfen gespannt sein, ob alles nur eine Randnotiz im Weltgeschehen wert ist.
Meiner Ansicht nach finden die wirklich interessanten Entwicklungen, die nachhaltig unser aller Leben bestimmen werden, im Kampf um die technischen Entwicklungen statt.

Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Large_Hadron_Collider
Cern: http://lhc.web.cern.ch/lhc/
LHC Rap: http://tinyurl.com/mjrbn8

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